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Ukraine-Update

23.05.2019
Ukraine-Update

Im März 2019 hat der Osteuropaverein e.V. den Bericht „Ukraine-Update“ veröffentlicht, der  die aktuelle Lage der Ukraine thematisiert und einen Überblick über Zahlen, Daten und Fakten zur ukrainischen Wirtschaft und den deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen gibt.

Zu erkennen sind positive Auswirkungen durch Handel mit der EU, basierend auf dem Freihandels- und Assoziierungsabkommen. So besteht ein Aufwärtstrend des wirtschaftlichen Wachstums und der Investitionen. Aus der Freigabe von Geldern des IWF und der EU-Kommission zur finanziellen Unterstützung der Ukraine resultieren eine kontinuierlich sinkende Inflation und eine stabile finanzielle und makroökonomische Lage. Ebenso bringen Reformen positive Entwicklungen. So zum Beispiel die Einführung eines elektronischen Systems für Ausschreibungen sowie die Reformierung des Energiesektors. Schließungen von Banken brachten zudem wirtschaftliche Stabilität.

Jedoch wirken sich die gegenseitigen Sanktionen zwischen der Ukraine und Russland negativ auf die ukrainische Wirtschaft aus. Der russisch-ukrainischen Handels brach deutlich ein, wogegen der Handel zwischen der Ukraine und der EU zunahm, sodass der Außenhandelsumsatz mit der EU seit 2016 kontinuierlich ansteigt.

Trotz eines positiven Trends sind noch einige Probleme sichtbar, wie zum Beispiel die einseitige Orientierung auf wenige Exportgüter und die Justiz- und Gerichtsreform. Weitere Eskalationen zwischen Russland und der Ukraine führen zudem zu verlangsamter Energieversorgung und verlängerten Wartezeiten sowie steigenden Kosten im Frachtschiffverkehr. Somit bleibt der Konflikt im Osten auch weiterhin ein Unsicherheitsfaktor.

Im Wahljahr 2019 stehen mehrere Konzepte zum Umgang mit dem Konflikt zur Wahl. Die Unternehmen hoffen auf eine schnelle Umsetzung, um eine Verbesserung des Wirtschafts- und Investitionsumfeldes zu erreichen. Zu erkennen ist, dass sich die bilaterale Handelsbeziehung zwischen Deutschland und der Ukraine auch weiterhin stabilisierte. Dennoch bestehen noch einige Handelshemmnisse, die im Rahmen des fortlaufenden DCFTA-Prozesses abgebaut werden können. Die Aktivitäten des OAOEV sollen unter anderem dem vertieften Austausch deutscher und ukrainischer Jungunternehmer dienen. Die Fortsetzung des Formates ist für 2019 in Deutschland geplant.

Quelle: Ukraine Update März 2019

Fotoquelle: www.politdengi.com.ua

 

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