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IWF: Länderreport zur Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft

23.05.2019
IWF: Länderreport zur Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft

Am 8.1.2019 hat der Internationale Währungsfonds den Länderreport zur Ukraine veröffentlicht. Der Bericht stellt die Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren dar, um die Abwägung eines Bereitschaftskreditabkommens (Stand-by arrangement) in Betracht zu ziehen. Bei dieser umfangreichen Analyse werden die Ziele des politisch-wirtschaftlichen Programms definiert. In diesem Kontext wird die Finanzierung des Vorhabens graphisch und systematisch nach Anteilen der Beteiligten dargestellt. Im nächsten Schritt wird ein makroökonomischer Ausblick, der den Wachstum in der Ukraine anhand von multiplen, graphischen Darstellungen und Statistiken präsentiert, gewährt. Zugleich werden einige Risiken angesprochen, wie z. B. die politischen Fehlentwicklungen im Kontext mit den Wahlen, der Konflikt im Osten des Landes, die Verschlechterung des „Terms of trade – Handelsbedingungen beim Ex- und Import“, die Verzeichnung eines negativen globalen und regionalen Wachstums sowie Schwierigkeiten beim Erschließen der internationalen Kapitalmärkten.

Das politische Programm wird auf fünf Säulen basieren. Im ersten Block wird die Fiskalpolitik umgesetzt. Darunter versteht man den Einsatz von finanziellen Mitteln und Maßnahmen, um die Konjunktur und den Wachstum des Landes anzukurbeln. Durch die kontinuierliche Konsolidierung soll die Staatsverschuldung reduziert werden. Im nächsten Schritt ist die Stärkung des Energiesektors angesetzt. Dabei wird der Fokus auf den Gassektor gerichtet, vor allem die Anpassung der Tarife und die Förderung der Gasproduktion sind angezielt worden. Die dritte Säule thematisiert die Geld- und Wechselkurspolitik. Darunter fallen die Reduzierung der Inflation und die Aufstockung von Geldreserven. Als Nächstes soll der Finanzsektor eine Förderung erhalten, indem die Finanzlage der Banken und die Wiederbelebung der Kredite forciert werden. Abschließend ist die Umsetzung von neuen strukturellen Reformen angesetzt. Dabei soll das Regierungsapparat (Governance) und die Föderung von Investitionen modernisert werden. Als Mittel zur Zielerreichung sind zum einen die Anti-Korruption-Reformen in der politischen Landschaft angesetzt und die Privatisierung sowie Markterweiterung im Investitionsbereich.

Alles in allem wurden die ersten Schritte in die richtige Richtung angezielt, jedoch ist das Geschäftsumfeld in der Ukraine mit vielen Unsicherheiten verbunden, da die wirtschaftliche Entwicklung nicht stabil und mit vielen unvorhersehbaren Faktoren zusammenhängt. Aus diesen Gründen wird die neu gebildete Regierung, um den vor kurzem gewählten Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj, vor vielen unerwarteten Herausforderungen stehen.

Quelle: Länderreport  No. 19/3

Fotoquelle: www.minval.az

 

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