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Wende Russlands zu einer Autarkie nicht zu erwarten

26.06.2014
Wende Russlands zu einer Autarkie nicht zu erwarten

Ende Mai 2014 hat in Sankt Petersburg das Internationale Wirtschaftsforum stattgefunden, das u.a. die Frage beantworten sollte, ob sich Russland zu einer verstärkten Autarkie wenden wird. Die Befürchtungen waren vor allem zurückzuführen auf die Isolationsrhetorik  einiger Vertreter der russischen Machteliten, die wegen der Ukraine-Krise und der gegen Russland erhobenen Sanktionen eine Wende zu Partnern in Fernost, Selbstversorgung und Protektionismus in Russland bevorzugten. Dies verstärkte zudem der vor kurzem unterzeichnete Vertrag über die Gaslieferung nach China im Wert von über 400 Milliarden US-Dollars. Diese Befürchtungen scheinen sich jedoch nicht zu bewahrheiten, was sich aus den Vorträgen des russischen Ministers für Wirtschaftsentwicklung Alexej Uljukaew, des ehemaligen Finanzministers Alexej Kudrin und vor allem des russischen Präsidenten Wladimir Putin ergab. 

Putin machte deutlich, dass China nicht der einzige Markt für Russland sei, sondern eine wichtige Möglichkeit für den Ausbau der Handelsbeziehungen in einer multipolaren Welt. Der Protektionismus stehe nicht auf dem Programm des Wirtschaftsblocks der russischen Regierung. Putin strebe eine Deeskalation in der Ukraine-Krise an und hoffe, dass die westlichen Sanktionen der nächsten Stufe gegen Russland nicht erhoben werden.

Fachleute haben ferner auf die weiteren positiven Signale hingewiesen, insbesondere auf die Erklärungen über die Forcierung der Verbesserung des Geschäftsklimas in Russland, über die Steuerbefreiungen für neue Unternehmen, über die maximale Vereinfachung und die Unterstützung der Arbeitsmigration im Land sowie über den offiziellen Wettbewerb zwischen den russischen Regionen um einen hohen Rang bei der Investitionstätigkeit.   

Fotoquelle: www.kremlin.ru

 

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