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Umfrage zum Zerfall der UdSSR

05.12.2016
Umfrage zum Zerfall der UdSSR

Das russische Zentrum für Meinungsforschung „Levada“ hat zum 25. Jahrestag des Zerfalls der UdSSR die russischen Bürger befragt und die Ergebnisse der Befragung veröffentlicht.

56 % der Befragten bedauern den Zerfall der Sowjetunion (54% im Jahr 2015). 28 % bedauern dies nicht (37% im Jahr 2015 ). Die anderen konnten nicht antworten.

Diejenige, die mit dem Zerfall nicht zufrieden sind, bedauern vor allem die Zerstörung des einheitlichen Wirtschaftssystems (über die Hälfte), den Verlust des Gefühls der Zugehörigkeit einer Großen Macht (43 %, im Jahr 2014 noch 56 %).

Als eine der Folgen des Zerfalls sehen 31 % der Befragten das Wachstum des gegenseitigen Misstrauens sowie 30 % den Verlust des Gefühls, dass „man überall wie zu Hause ist“.

Der Anteil derjenigen, die die Wiederherstellung der Sowjetunion in ihrer ursprünglichen Form befürworten, ist gesunken. Im Jahr 2001 haben diese Idee 30 % der Befragten unterstützt. Im November 2016 – nur 12%. Nach Ansicht der Meinungsforscher habe die Nostalgie nach der UdSSR im Allgemeinen abgenommen. Die Menschen seien sich bewusst, dass sich die Welt verändert hat und dass in die Vergangenheit nicht mehr zurückzukehren ist.

25 % der Befragten befürworten eine freiwillige engere Vereinigung einiger Republiken. 21% der Befragten plädieren für die Aufrechterhaltung der GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten) in ihrer jetzigen Form, noch 21 % für eine Vereinigung aller postsowjetischen Republiken in einer Union wie die EU. 13% sind für die unabhängige Koexistenz aller Republiken.

51 % der Befragten (wie im letzten Jahr) sind der Meinung, dass man den Zerfall der UdSSR hätte vermeiden können. 29 % meinen dagegen, dass dies unvermeidbar gewesen wäre.

Nach Meinung von 29% der Befragten sei der Grund für den Zerfall der UdSSR „die Verschwörung in Beloweschskaja Puschtscha“ zwischen den russischen, weißrussischen und ukrainischen Republikleitern Boris Jelzin, Stanislav Schuschkevitsch und Leonid Kravtschuk (gemeint ist der Vertag über die Gründung von GUS). 23% der Befragten meinen, dass der Zerfall die Folge einer Verschwörung ausländischer feindlicher Mächte gewesen sei. Dass der Grund die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Staatsführung und Michail Gorbatschow gewesen sei, meinen 21 % der Befragten. 14 % der Befragten nannten als Grund die zu starke Belastung für die Wirtschaft wegen der Militärausgaben. 13 % der Befragten meinen, dass sich die kommunistische Ideologie totgelaufen sei. Die weiteren 13 % sehen den Grund in den hohen Ambitionen der republikanischen Eliten.

Fotoquelle: www.polit.ru

 

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