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Ukraine: Doing Business Report 2017

14.11.2016
Ukraine: Doing Business Report 2017

Die Weltbank hat im Oktober 2016 den Doing Business Report 2017 veröffentlicht. Die Ukraine hat sich im vergangen Jahr nur leicht vom 81en auf den 80en Rang verbessert und liegt damit weiterhin weit hinter Polen (24), Kasachstan (35)  und Russland (40).

Auch wenn die Methodologie, mittels der die Berichte der Weltbank erstellt werden, sicher nicht über jeden Zweifel erhaben ist und vermutlich auch nicht frei von politischen Erwägungen ist, so sind sie doch für die Praxis von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Mangels anderer Quellen nutzen viele Investoren die Einschätzung der Weltbankexperten als eine Bewertungshilfe. Die dort einer vergleichenden Bewertung zugrunde gelegten Faktoren sind nicht allein ausschlaggebend für eine Investitionsentscheidung, aber sicherlich richtungsweisend. Viele Länder bemühen sich deswegen, ihre Gesetzgebung daran auzurichten. Dabei untersucht die Weltbank nicht in erster Linie rechtliche Regelungen, als vielmehr praktische Fragen einer Unternehmensgründung. Dabei steht weniger die Rechtssicherheit im Vordergrund, als Schnelligkeit und geringe Kosten. Dies ist auch der Grund dafür, warum sich Deutschland (Rang 17) hinter Estland (12), Lettland (14) und Georgien (16) wiederfindet.

Zu den untersuchten Faktoren gehören

1. Das Verfahren zur Gründung eines Unternehmens einschließlich der Registrierung einer juristischen Person.

2. Das Verfahren zum Erwerb einer Baugenehmigung;

3. die Möglichkeit zum Bezug von Energie (Elektrizität);

4. das Verfahren zur Registrierung von Immobilieneigentum;

5. die Möglichkeit, einen Kredit zu erhalten;

6. den Schutz von Minderheitsinvestoren (Minderheitsgesellschaftern);

7. die Besteuerung;

8. der grenzüberschreitende Handel;

9. das Verfahren zur zwangsweisen Druchsetzugn von Rechten und

10. die Durchführung eines Insolvenzverfahrens.

Wie das Ranking der Ukraine (Rang 80) vermuten lässt, das sie in eine Ländergruppe bringt mit Süd-Afrika (74) Kirgisien (75), China (78), Bosnien-Herzogovia (81) und Vietnam (82), liegt in der Ukraine noch einiges im Argen. Als wesentliche Schwachpunkte stellen die Autoren das Insolvenzrecht, den Erwerb einer Baugenehmigung und Fragen des Elektrizitätsbezugs heraus. Auch die Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Handels werden als weit unterdurchschnittlich bewertet. Besser, aber immer noch mit erheblichem Reformbedarf behaftet, schneiden das Steuerrecht, die Möglichkeiten der Zwangsvollstreckung und der Schutz von Minderheitsgesellschaftern ab.

Auch hinsichtlich der Registrierung von Eigentumsrechten werden noch keine Werte erreicht, die einem europäschen Durchschnitt entsprechen. Allein das Verfahren zur Gründung eines Unternehmens und die Möglichkeiten, einen Kredit aufzunehmen, erreichen europäisches Mittelmaß.         

Quelle: Doing Business 2017 Ukraine Economic Profile 2017

Fotoquelle: www.report.az

 

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