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„Schon wieder verloren - wegen Gusev“: Gründe für die Pleite der Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien

14.05.2014
„Schon wieder verloren - wegen Gusev“: Gründe für die  Pleite der Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien

Nachdem die russische Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien wieder mal ein eher bescheidenes Ergebnis erzielt hat und es dem Team nicht gelungen ist, sich in innerhalb einer eher leichten Gruppe für die Play Offs zu qualifizieren, wurde in Russland viel über Gründe der Pleite diskutiert.

Hier ist ein kurzer Überblick über die wichtigsten, mehr oder weniger ernst gemeinten Gründe:

      -         Niveau der nationalen Meisterschaft

Selbst die russischen Nationalspieler haben zugegeben, dass das Niveau der russischen Nationalmeisterschaft nicht dem hohen Niveau der WM, EM oder Champions League entspreche. In Russland spiele man langsamer. Fehler werden oft nicht vom Gegner ausgenutzt. Die Spieler haben sich daran gewöhnt und können bei großen Turnieren nicht umschalten. Dieses Problem hätte zumindest teilweise gelöst werden können, wenn russische Fußballer im Ausland gespielt hätten. Sie wollen aber weder nach Deutschland noch nach Italien noch nach England fahren weil die Gehälter in der russischen Liga höher sind. In der Nationalmannschaft spielt deswegen kein einziger Legionär. Russische Spieler müssen auch keine Konkurrenz ausländischer Spieler in der heimischen Liga fürchten denn dort ist die Zahl der Ausländer begrenzt.

      -         Trainer

Auch die Trainerfrage löst wieder viele Diskussionen auf. Insbesondere ist die Entscheidung umstritten, einem Ausländer diese Aufgabe zu übertragen. Der Italiener Fabio Capello ist nach allgemeiner Meinung zwar ein hochqualifizierter Spezialist. Seine Erfolge habe er aber im letzten Jahrhundert erzielt. Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten konnte er auch nichts Neues anbieten. Er verdient aber nach verschiedenen Angaben von 7 bis 12 Millionen US-Dollar oder Euro jährlich. Fabio Capello, dessen Mannschaft kein einziges Spiel gewann und nur 2 Tore erzielte, ist der bestbezahlte Trainer der WM. Sein Gehalt ist mehrfach höher als die zusammengelegten Gehälter der deutschen, niederländischen, brasilianischen und argentinischen Trainer (4 Halbfinalisten). Bei der Erklärung der Pleite hat Capello aber die Schuld ausschließlich auf den Schiedsrichter und den Laserpointer geschoben. Nach allgemeiner Meinung hätte man für das Geld auch einen russischen Trainer einstellen können, der dasselbe Ergebnis (Pleite bei der WM) erzielt. Von dem bis 2018 gültigen Vertrag mit Capello kann der russischen Fußballbund nicht zurücktreten. Dies würde den Fußballbund ruinieren. Die Abfindung soll nach verschiedenen Angaben bis zu 30 Millionen US-Dollar oder Euro betragen. 

      -         Besser können wir nicht

Viele Fans reagieren auf das WM-Ergebnis der Nationalelf gelassen. Die Frage nach der Gründen der Niederlagen beantworten sie mit einem Spruch „Schießen Sie nicht auf den Pianisten, besser kann er nicht spielen“.

      -         Wer ist Schuld? Der Moderator

Andere reagieren mit Humor. Fans, die im Stadion direkt nach dem Spiel gegen Algerien nach der Gründen für die Pleite gefragt wurden, haben mit der Gegenfrage geantwortett, wer das Spiel im russischen Fernsehen moderiert habe. Sollte das Viktor Gusev (Sportmoderator des 1. Kanals) gewesen sein, sei ganz sicher er Schuld. Bei den Fans gilt Gusev als Unglücksbringer für die Nationalelf. Die Replik „schon wieder verloren wegen Gusev“ ist bereits zu einem Klassiker geworden. Das Spiel gegen Algerien hatte Gusev allerdings nicht moderiert.

Fotoquelle: www.dialog.ua

 

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