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Reaktion der russischen Banken auf Sanktionen

02.08.2014
Reaktion der russischen Banken auf Sanktionen

Russische Banken - Sberbank, VTB, Bank von Moskau und Rosselhosbank, gegen die die EU und die USA Sanktionen verhängt haben, kommentierten die Situation. Künftig dürfen sie sich am Kapitalmarkt weder Fremd- noch Eigenkapital beschaffen, das eine Laufzeit von mehr als 90 Tagen hat. 

Am härtesten reagierte die Sberbank, eine der wichtigste Banken Russlands mit über 110 Millionen Kunden. In einer Stellungnahme drohen die russischen Banker mit einem Crash des globalen Finanzsystems. Ein Drittel der Anteile an der Sberbank halten Investoren aus Europa und den USA. Die von den Finanz-Sanktionen betroffenen russischen Banken seine teilweise stark vernetzt, die Sanktionen führen bereits zu Ausfällen bei europäischen Banken. Nach Meinung der Sberbank würden die Sanktionen auch keine Lösung der Ukraine-Krise bringen. Die Sberbank selbst habe ausreichende Reserven und Erfahrung, um weiterhin erfolgreich auf dem Finanzmarkt zu agieren. 

VTB, die zweitgrößte Bank Russlands, äußerte ihr Bedauern über die Sanktionen. Nach Meinung der Banker sei die Entscheidung nicht adäquat, denn die Bank halte alle internationalen Bankregeln ein. Die Sanktionen seien ausschließlich eine politisch motivierte, ungerechte und rechtswidrige Entscheidung, die gegen die eigenen Interesse Europas verstießen. VTB sei ein starkes Kreditinstitut mit einer breiten internationalen Beteiligung und stabiler Finanzlage. VTB werde alle ihre Verpflichtungen erfüllen. Die Sanktionen werden den Betrieb sowie die Kreditfähigkeit der Bank nicht beeinflussen. 

Die Bank von Moskau, die sie sich auf den inländischen Markt orientiere, erklärte, dass die Bank unter den Sanktionen nicht leiden werde. Die Finanzierung durch Kreditaufnahme im Ausland sei unbedeutend, unter 2 % der Devisenbilanz der Bank. Die letzte Kreditaufnahme sei durch das bisherige Management im Jahr 2010 erfolgt. Keine neue Kreditaufnahme sei geplant. Die Bankkunden würden nicht unter den Sanktionen  leiden. Die Bankkarten könnten weiterhin sowohl in Russland als auch im Ausland eingesetzt werden.

Die Rosselhosbank kommentierte, dass sie über ausreichende Instrumente für den stabilen Betrieb und für die Erfüllung aller Verpflichtungen gegenüber den Anlegern, Investoren und Gläubigern verfüge. Alle Abrechnungen (in Rubel, in Fremdwährung, einschließlich Bankkarten der internationalen Systems) würden ohne Verzögerungen durchgeführt. Die Bank sei stabil und erwarte keine negativen Auswirkungen der Sanktionen auf ihren Betrieb. 

Fotoquelle: www.kazanfirst.ru

 

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