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Prognose der russischen Zentralbank zu der Entwicklung der Wirtschaft bis 2018

14.09.2015
Prognose der russischen Zentralbank zu der Entwicklung der Wirtschaft bis 2018

Bei ihrer Sitzung am 11.9.2015 hat die russische Zentralbank den Leitzins i.H.v. 11 % aufrechterhalten (die Senkung des Leitzinses wird erst im Oktober 2015 erwartet)  sowie einen Bericht über „Schwerpunkte der einheitlichen staatlichen Geld- und Kreditpolitik“ veröffentlicht.

Die Zentralbank hält es für unwahrscheinlich, dass Russland innerhalb der nächsten 3 Vierteljahre aus der Rezession herauskommt. Bei dauerhaft niedrigen Ölpreisen komme Russland erst 2017 zu einem nachhaltigen Wachstum. Das Inflationsrisiko sei nicht mehr erheblich. Der große Kapitalabfluss gehe zu Ende. Bis 2018 bleibt er bei etwa 65 Milliarden US-Dollar p.a. Das große Problem sieht die Zentralbank in der Weltwirtschaft (u.a. China, Ölpreise).

Im Basisszenario geht die Zentralbank davon aus, dass die Ölpreise bis 2018 bei 50 $/Bbl. bleiben. Das Bruttoinlandsprodukt sinkt im Jahr 2015 um 3,9-4,4 %, im Jahr 2016 um 0,5-1 %.

Die Zentralbank hat keine Zweifel, dass die Rezession die Inflation besiegt. Das Ziel von 4 % der Verbraucherpreiseinflation sei wie geplant bis 2017 zu erreichen. Ende 2015 erwartet die Zentralbank allerdings noch eine Inflation i.H.v. 12-13 %.

Als positiv betrachtet der Regulator die Senkung der Schulden russischer Unternehmen an ihre ausländischen Kreditgeber. Der Rubel hängt immer weniger von der Verschuldung russischer Unternehmen, sondern immer stärker von den Ölpreisen ab.

Die Währungsreserven werden etwa 350 Milliarden US-Dollar bis 2019 betragen, was bedeutet, dass die Zentralbank ohne Ölpreissteigerung die Währungsreserven nicht erhöhen wird.

 

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