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Maßnahmen zum Schutz ausländischer Autohersteller vor Devisenrisiken

08.05.2015
Maßnahmen zum Schutz ausländischer Autohersteller vor Devisenrisiken

Die russische Regierung bereitet einen neuen Mechanismus der Unterstützung von Autokonzernen vor, die ihre Produktion in Russland lokalisiert haben. Es soll die gemeinsame Anordnung des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung, des Finanzministeriums und des Industrieministeriums, die die Industriemontage in der Automobilindustrie regelt, geändert werden, um eine negative Wirkung der aktuellen Wirtschaftskrise auf die russische Automobilbranche zu reduzieren.

Dies beträfe über 70 Unternehmen – Autokonzerne, die gemäß der Regierungsverordnung Nr. 166 vom 29.3.2005 Industriemontage realisieren, sowie Unternehmen, die gemäß der Regierungsverordnung Nr. 566 vom 16.9.2006 Automobilkomponenten mit einem ermäßigten (von 15 auf 5 bzw. 0 %) Einfuhrzollsatz einfuhren.

Die Änderungen sollen Ende des zweiten - Anfang des dritten Vierteljahrs 2015 beschlossen werden. Nach Angaben der russischen Presse soll ein neuer Koeffizient in die Formel zur Berechnung der Produktionslokalisierung eingeführt werden, der Devisenrisiken nivelliert.

Gemäß geltenden Industriemontagevereinbarungen sollen Autohersteller eine bestimmte Lokalisierung der Produktion jährlich erreichen (60 % bis 2020). Der Grad der Lokalisierung hängt von dem Zollwert der importierten Automobilkomponenten und dem Gesamtwert des hergestellten Autos ohne Steuer ab. Im Jahr 2005 kostete ein US-Dollar 28 Rubel und ein Euro 34 Rubel. Am 1.5.2015 kostete ein US-Dollar 51 Rubel und ein Euro 57 Rubel. In Rubel berechnet hat sich der Wert der importierter Automobilkomponenten erhöht und der Grad der Produktionslokalisierung gesunken, obwohl technisch gesehen der Teil der importierten Automobilkomponenten unverändert blieb.

Die neue Formel soll die aktuelle Rubel-Abwertung berücksichtigen. Die Abwertung zeigte schon ihre negative Wirkung auf den russischen Automobilmarkt. Nach Angaben von PricewaterhouseCoopers musste Ford seit September 2014 bis Januar 2015 Preise für seine Autos um 45 % und GM um 52 % erhöhen. Im März 2015 musste darüber hinaus GM, das jahrelang erfolgreich die Produktion in Russland lokalisiert hat, vom russischen Markt zurückziehen.

Fotoquelle: www.minpromtorg.gov.ru 

 

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