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Ergebnisse des Einfuhrverbots von Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln: eine erste Statistik

19.09.2014
Ergebnisse des Einfuhrverbots von Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln: eine erste Statistik

Ein Monat nach der Verhängung eines Verbots, Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus den USA, den Ländern der EU und den anderen Ländern einzuführen, ist die Statistik der Zollbehörde vorgelegt worden. 

Die Einfuhr nach Russland aus dem fernen Ausland ist im August 2014 um 7,5 %  im Vergleich mit dem Vorjahresmonat gesunken (gemessen am Wert der eingeführten Waren). Im Juli 2014 waren es nur noch 0,4 % im Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Das gesamte Import von zur Einfuhr aus den o.g. Ländern verbotenen Mich, Schweinefleisch und Geflügel ist um 40 bis 60 % gesunken. 

Angaben in Bezug auf die Menge der eingeführten Waren liegen zwar noch nicht vor. Es kann jedoch angenommen werden, dass für Importverbote Ersatz gefunden werden konnte. Die Einfuhr wurde aber teuer. Denn von dem Verbot sind ca. 40 % der gesamten Einfuhr von Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln betroffen. Der Wert der eingeführten Waren ist um 7,5 % gesunken. 

Während die Senkung des Imports noch durch vorhandene Vorräte kompensiert wird, bereiten  sich Marktteilnehmer auf den Mangel an Waren im Einzelhandel sowie in der Verarbeitung vor. Die verbliebenen Exporteure sowie die einheimischen Hersteller reagieren auf die geänderten Bedingungen mit einer Preiserhöhung. 

Nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten stellt die Politik der Importsubstitution keinen Antrieb für die russische Wirtschaft dar. Lediglich werden die Preise steigen und die Qualität der Waren sowie der Lebensstandard werden sinken. 

Für Arkadij Dvorkovitsch, den stellvertretenden Regierungschef, ist die jetzige Situation auf dem Markt zu erwarten gewesen. Er bestätigt, dass in einigen Regionen die Preise zuerst erheblich gestiegen sind. Sie haben sich jedoch stabilisiert. Es werde nach neuen Lösungen gesucht. Die Hauptaufgabe für die Regierung sei die Ausarbeitung eines Programms zur Unterstützung von neuen Produktionen und zur Erweiterung des Angebots der Lieferanten. 

Fotoquelle: www.ugrapro.ru

 

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