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Bericht der Zentralbank über die Finanzstabilität in Russland

24.10.2014
Bericht der Zentralbank über die Finanzstabilität in Russland

Im Oktober 2014 hat die russische Zentralbank einen Bericht über die Finanzstabilität in Russland veröffentlicht. Nach diesem Bericht stellen weder die westlichen Sanktionen noch die Beschränkung der inländischen Wirtschaftsaktivitäten noch die Verschlechterung der äußeren Konjunktur noch die Unausgewogenheit der regionalen Budgets eine systematische Bedrohung für die Finanzstabilität des russischen Banken-, Unternehmens- und Budgetsektors dar. Die Zentralbank weist trotzdem auf die allgemeine Verschlechterung der Businesskonjunktur, die Senkung von Ölpreisen und das Defizit an Reserven für langfristige Investitionen hin.

Im Basisszenario geht die Zentralbank davon aus, dass die westlichen Sanktionen gegen Russland bis Mitte 2015 aufrechterhalten bleiben. In diesem Fall werden russische Unternehmen ihre Schulden an ausländische Kreditgeber selbst abzahlen können. Die Unternehmen haben dafür ausreichende interne Reserven. Fast 40 % der Schulden sind erst nach 2019 fällig. Kurzfristig werden jedoch Investitionsprogramme gekürzt.

Die staatlichen Banken haben zurzeit keine finanziellen Schwierigkeiten. Auch nach der Erhebung der Sanktionen steigen ihre Aktiva schneller als in dem Bankensektor insgesamt. Das Stammkapital von VTB und Rosselhosbank werden noch zusätzlich erhöht. Außerdem bleibt unter Kunden das Vertrauen zu den staatlichen Banken sehr hoch.

Sollten die Sanktionen länger in  Kraft bleiben, werden sich die russische Banken und Unternehmen auf den russischen Kreditmarkt umorientieren müssen. Sie können in diesem Fall mit der Unterstützung der Zentralbank rechnen.

 

 

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